Für ein gutes Miteinander – ohne law & order

Die ausgeprägte Ausgehkultur in der Neustadt zeigt sich nicht nur in gut besuchten Kneipen, sondern gerade im Sommer auch in Straßen, Plätzen und Parks. Dies stellt eine Bereicherung für unser Stadtleben dar, auf die sich die Stadt jedoch einstellen muss. Wir halten  Kameraüberwachung und Alkoholverkaufsverbote für den falschen Weg und empfinden es als unnötige Kriminalisierung. Vor allem an Wochenenden fehlen an vielen Orten auch ausreichend Mülleimer. Neben der zusätzlichen Aufstellung von kleineren Mülleimern und ausreichend großen Recyclingcontainern streben wir an, größere mobile Container einzuführen, die bedarfsgerecht aufgestellt werden können und häufiger geleert werden. Außerdem unterstützen wir das Projekt „Nette Toilette“, bei dem KneipenbesitzerInnen ihre Toiletten kostenfrei auch für Nichtgäste öffnen und dafür von der Stadt einen kleinen Zuschuss erhalten – damit die Neustadt ein attraktives Ausgeh-Viertel bleibt.

Die lebendige Einzelhandelsstruktur in der Neustadt erhalten

Die Neustadt ist auch ein Einkaufsviertel. Viele Einzelhändler tragen mit ihren Läden zur Vielfalt des Viertels bei. Das wollen wir erhalten. Große Einkaufszentren bedrohen die gewachsene und lebendige Einzelhandelsstruktur im Viertel. Deswegen haben wir uns von Anfang an gegen Konsumtempel wie Globus oder Kaufland im Viertel eingesetzt. Einzig die Ansiedlung von Edeka im DVB-Hochhaus haben wir befürwortet, weil das wiederbelebte Gelände am Albertplatz die Neustadt aufwertet. Weitere Einkaufszentren in der Neustadt wollen wir verhindern – damit der vielfältige Einzelhandel als Teil der Identität der Neustadt erhalten bleibt.

…damit die Neustadt auch den RadfahrerInnen gehört!

Damit man in Dresden problemlos mit dem Fahrrad zum Ziel kommt, benötigen wir ein flächendeckendes Netz an gut ausgebauten und sicheren Radwegen, die nicht direkt in Fußwegen oder Hauptverkehrsstraßen enden. Beispiele dafür sind die Hauptstraße, auf der Platz für einen Radweg wäre, und die Antonstraße zwischen Alberplatz und Bahnhof Neustadt, auf der sich FußgängerInnen und RadfahrerInnen einen zu engen Fußweg teilen müssen. Wir setzen uns für den Ausbau und die Weiterentwicklung des Radverkehrs und für ein ausreichendes Angebot an Abstellmöglichkeiten ein. Dazu gehört die Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr, die Trennung von Rad- und Fußwegen auf verkehrsreichen Strecken und die Einrichtung von Vermietstationen für Fahrräder – damit die Neustadt auch den RadfahrerInnen gehört.

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